Jeder von uns hat wohl zu Hause eine gute Ausstattung für den Fall einer Erkältung oder gar einer Grippe. Jedes Jahr ist es dasselbe. Es wird kälter, das Wetter wird nass und ungemütlich, die Virenzeit bricht an. Aber wir sind vorbereitet! Celaskon, verschiedene Hustensäfte, Paralen… Eine Schachtel (oder sogar eine große Kiste) voller Medikamente wird das doch schon retten. Und wenn nicht, dann versprechen wir uns beim Husten, Fluchen und im Bett Liegen feierlich, dass wir endlich mit der Abhärtung beginnen werden. Sobald die Krankheit vorbei ist…

Unsere Oma hat uns natürlich wieder alle möglichen Kräuter eingepackt, aber wir vertrauen der Wissenschaft. Für alles gibt es eine Lösung, für alles gibt es eine Tablette. Nur dass die Menschen jahrhundertelang gelebt, gekrankt und genesen sind – ganz ohne Tabletten. Die Wissenschaft hat sie erst in jüngster Zeit eingeführt. Wie wäre es, wenn wir uns einmal ansehen, wie die Menschen vor langer Zeit Erkältungen und Virusinfekte behandelt haben? Denn wenn es damals funktioniert hat, funktioniert es wahrscheinlich auch heute noch. Und das ganz ohne Chemie!
Aber von dieser Wissenschaft sind wir gar nicht so weit entfernt. Vor 125 Jahren wurde in den Blüten des Silber-Weidenkörbchens Acetylsalicylsäure entdeckt, aus der Aspirin hergestellt wurde. Interessant ist, dass der Weißdorn immer Bestandteil des Brautkranzes war, den die Braut während der Trauung auf dem Kopf trug. Sie lindert Kopfschmerzen, wurde vor allem bei Gelenkbeschwerden und Gicht eingesetzt, beseitigt Schwellungen und entwässert betroffene Stellen. Sie wirkt antirheumatisch und lindert Hautprobleme. Eine relativ unbekannte Pflanze mit erstaunlichen Wirkungen.
Schwarzdorn – den kennt wohl jeder. Er stärkt das Immunsystem und lindert nervös bedingte Schmerzen. Er wirkt antiviral und antibakteriell. Er hält die Atemwege gesund und bekämpft Entzündungen, Husten und Schleim. Sie eignet sich hervorragend bei Halsschmerzen und Entzündungen des Kehlkopfes. Die Runzelige Agastache ist das exotischste Mitglied unserer magischen Heilkräuterarmee. Sie gehört zu den Top 50 der Kräuter der chinesischen Medizin. Sie enthält aromatische ätherische Öle, die antibakteriell, entzündungshemmend und entspannend wirken. Sie duftet nach Anis und Lakritz (Pendrek). In der koreanischen Küche wird sie häufig zum Würzen verschiedener Gerichte verwendet. Sie stärkt das Immunsystem, lindert Müdigkeit und psychische Anspannung.
Die Schafgarbe gehört hingegen zu den bekanntesten Heilpflanzen bei uns. Sie reguliert die Funktionen von Leber und Gallenblase. Sie wird zur Behandlung von Gallensteinen und Leberzirrhose eingesetzt. Uns interessiert sie heute vor allem wegen ihrer Fähigkeit, Halsschmerzen zu lindern. Sie stillt Blutungen, sowohl normale (Menstruation) als auch durch Verletzungen verursachte (Nasenbluten). Die Purpur-Echinacea stimuliert und unterstützt das Immunsystem. Sie hilft bei der Behandlung von akuten und chronischen Entzündungskrankheiten, bei Infektionen der Atemwege, Mandelentzündungen und Grippe.

Die Hagebutte ist wohl der größte Klassiker in unserer bewährten Teemischung. Hagebutten (ihre Früchte) sind ein unverzichtbarer Bestandteil von Tees gegen Erkältungen. Ja, Hagebuttentee ist ein Klassiker, der noch nie enttäuscht hat. Das Sammeln von Hagebutten war zu Zeiten des Sozialismus ein großes Ereignis, und die Schulen wetteiferten darum, wer die meisten sammeln würde. Selbst die Genossen wussten, dass gesunder Hagebuttentee, reich an natürlichem Vitamin C, die beste Vorbeugung gegen Grippeausfälle ist. Außerdem beugt er der Hautalterung vor, hilft beim Abnehmen – er beschleunigt den Stoffwechsel und die Fettverbrennung. Er fördert die Herzgesundheit – senkt den Blutdruck und verbessert die Durchblutung.
Alle diese Pflanzen stammen aus ökologischem Landbau. Sie werden in der Hohen Tatra, in der Umgebung des Kriváň, gesammelt. Sie wurden sorgfältig ausgewählt, damit ihre Mischung einen Heiltee ergibt, der maßgeblich zur Vorbeugung gegen Erkältungen beiträgt. Und wenn wir ihn bereits bei einer Erkältung oder einem Virusbefall einnehmen, trägt er zu einer schnelleren Genesung und Linderung der Beschwerden bei. Die über Jahrhunderte hinweg bewahrte Weisheit zeigt sich in der richtigen Auswahl der Kräuter und ihrer positiven Wirkung.