Jeden Winter wiederholt sich dasselbe, schon seit Jahrhunderten, sodass man sich fast wundert, dass die Medizin es nicht geschafft hat, ein 100 % wirksames Mittel gegen eine gewöhnliche „kleine Grippe“ zu entwickeln. Zuerst verspürt man Müdigkeit, gegen Abend kommt Schüttelfrost hinzu, und am Morgen weiß man schon, dass man es heute einfach nicht schafft und diesen unangenehmen Zustand wieder aussitzen muss. Ja, genau. Aussitzen. Wenn es nur das wäre, würden wir es irgendwie überstehen. Aber wie soll das gehen, wenn man keine Luft bekommt, die Atemwege verstopft sind und vor allem dieser unangenehme, quälende Husten…

Natürlich reicht es heutzutage, in die Apotheke zu gehen, und die unüberschaubare Auswahl an verschiedenen Sirups und Halssprays hilft tatsächlich. Aber wird euch davon auch schon der Magen schwer? Nehmt ihr sie nur, weil der Husten die schlimmere Alternative ist? Wie wäre es, wenn Sie sich daran erinnern, wie Ihre Großmutter Sie vor langer Zeit mit einem einfachen Kräutertee geheilt hat? Ohne Apotheke. Ohne Magenbeschwerden. Welche Kräuter hat sie wohl verwendet?
Auch in der heutigen hochtechnisierten Zeit und trotz der Blütezeit der Pharmaindustrie gibt es nämlich immer noch die zweite Möglichkeit: ganz gewöhnliche Pflanzen direkt aus der Natur. Sorgfältig gesammelt, getrocknet und bereit, zu helfen. Einfache Pflanzen aus der einfachen Natur. Ganz ohne Nebenwirkungen. Was hatte die alte Oma da eigentlich?
Blüten des Goldrutenkrauts. Diese befreien die Atemwege bei trockenem, lang anhaltendem Husten. Sie sind auch bei Bronchitis, Kehlkopfentzündung oder Asthma sehr wirksam. In der Vergangenheit wurden sie sogar zur Behandlung von Tuberkulose eingesetzt. Dank des Gehalts an schleimigen Substanzen in den Blüten lösen sie den Schleim und reinigen die Bronchien.
Thymian ist wohl der bekannteste Bestandteil. Als Kinder haben wir ihn oft gesammelt. Er enthält ätherische Öle, Linalool, Serpilin, Gerbstoffe... Sie hilft beim Abhusten bei Katarrhen der oberen Atemwege. Sie eignet sich hervorragend bei Lungenentzündungen. Sie beruhigt das Nervensystem und lindert trockenen, krampfartigen Husten (Schwarzhusten). Die Maurische Malve ist ein weiterer Wirkstoff in der heutigen Teemischung und fördert die Auflösung von Schleim. Sie wird häufig in Mundspülungen und Gurgelmitteln verwendet. Sie hilft bei Entzündungen der Magenschleimhaut.

Hier hat sich der Pfarrer hingelegt. Tusilago farfara. So haben uns früher die Lehrerinnen in der Grundschule beigebracht, uns den lateinischen Namen für den Huflattich zu merken. Damit wir die Pflanze nicht vergessen, die immer bei der häufigsten Kinderkrankheit hilft. Sie enthält Schleimstoffe, Phytosterin, Gerbstoffe, Hurzin, Tusilagin, Vitamin C und eine Vielzahl weiterer Substanzen, die im Kampf gegen Grippe oder Erkältungen erheblich helfen können. Bei Augenentzündungen wurde er als Umschlag angewendet. Vorsicht jedoch bei langfristiger Anwendung – er enthält auch Alkaloide, die bei häufigem Gebrauch die Leber belasten!
Das Speerblättrige Wegerich ist eine Quelle für die Vitamine A, C und K. Es enthält Säuren, Gerbstoffe, Beta-Carotin, Invertin und Kalzium. Er wirkt schleimbildend, entzündungshemmend, antibakteriell und sekretolytisch. Er erleichtert das Abhusten und lindert den Hustenreiz. Und schließlich das Johannisbeerblatt. Es stärkt das Immunsystem und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen, Viren und Bakterien. Es wirkt bei Grippe und Erkältungen und schützt vor Lungenentzündung.
Diese sechs ganz gewöhnlichen Kräuter können Wunder wirken. Ein Tee, der aus ihren getrockneten Teilen im richtigen Verhältnis gemischt wird, kann Ihnen jene Momente versüßen, in denen Sie nichts anderes tun können, als geduldig zu liegen, während Ihr Körper, gestärkt durch diese Medizin aus der Natur, die Krankheit besiegt. Und das hat er schon immer geschafft. Versuchen Sie, ihm dabei mit einem Tee aus der Natur zu helfen.