„Kalzium allein reicht nicht aus, es kann sogar Ihrer Gesundheit schaden.“ Was für eine Verschwörungstheorie, denken Sie sich vielleicht... Wir brauchen doch Kalzium für die Knochen, für die Zähne … aber wenn man die Fachliteratur liest, würde man feststellen … ja, Kalzium ist wichtig, aber nur, wenn es weiß, wo es hingehört. Denn wenn es unbeaufsichtigt durch den Körper wandert, kann es sich in den Arterien, Nieren oder Gelenken „festsetzen“. Kalzium in den Arterien trägt nämlich zu deren Verhärtung (Kalzifizierung) bei, wodurch das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder Bluthochdruck steigt. Hier kommt Vitamin K2 ins Spiel. Es aktiviert nämlich ein Protein namens Matrix-GLA-Protein, das die Gefäße „reinigt“, indem es die Ablagerung von Kalzium an deren Wänden verhindert. Gleichzeitig aktiviert es Osteocalcin, das dafür sorgt, dass das Kalzium dorthin gelangt, wo es benötigt wird. Genau deshalb ist Vitamin K2 notwendig, das wie ein GPS für Kalzium fungiert. Mit seiner besonderen Fähigkeit, den Kalziumtransport zu steuern – und zwar nicht irgendwie, sondern ganz gezielt –, sorgt es buchstäblich dafür, dass das Kalzium nicht dorthin gelangt, wo es nichts zu suchen hat (in die Arterien), sondern dorthin, wo es gebraucht wird: in die Knochen und Zähne. Die wirksamste Form von Vitamin K2 ist MK-7 (Menachinon) – auch wenn der Name nach einer Nebenfigur klingt, ist es doch ein systemrelevanter Akteur (die Art von Person, die zwar nicht bei Versammlungen auftritt, ohne die aber das ganze Unternehmen zusammenbrechen würde). Wissenschaftler sind nicht gerade Menschen, die sich Trends unterwerfen; sie sind sich nicht immer einig, doch im Fall von Vitamin K2, alias MK-7, weisen sie darauf hin, dass dieses Vitamin viele positive Eigenschaften hat:

Eine niederländische Studie hat ergeben, dass eine höhere Vitamin-K2-Zufuhr mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist. Wie kommt das? Ganz einfach: K2 aktiviert das Protein MGP, das die Ablagerung von Kalzium in den Arterien verhindert. Eine japanische Studie hat gezeigt, dass eine Supplementierung mit MK-7 die Knochendichte bei Frauen nach der Menopause verbessert. Es ist, als wäre K2 ein Trainer für die Knochen und würde ihnen eine solide Grundlage verschaffen. Und neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass K2 auch Einfluss auf die Zahngesundheit, die Insulinsensitivität und sogar die Gehirnfunktion haben kann.Einer weiteren Studie zufolge verringert K2 die Verkalkung der Arterien auch bei Menschen mit chronischen Nierenerkrankungen, die große Probleme mit der Kalziumablagerung haben. Plötzlich sieht es so aus, als sei K2 ein Multitalent. Und ähnlich wie James Bond unter den Vitaminen hat es eine längere Halbwertszeit im Körper, bis zu 72 Stunden, was bedeutet, dass es genügend Zeit hat, seine Mission zu erfüllen (er schafft es sogar, einen Kaffee zu trinken). Eine Studie aus dem Jahr 2024 hat gezeigt, dass K2 nächtliche Muskelkrämpfe bei älteren Menschen lindert.Klinische Studien belegen eine wichtige Rolle für die gesunde Elastizität der Arterien; außerdem senken sie das Risiko von Knochenbrüchen, es wurde eine schnellere Knochenheilung nach Frakturen nachgewiesen und eine positive Wirkung bei neurologischen Erkrankungen (bei Symptomen von Angstzuständen und Depressionen) nachgewiesen. Alle Vitamin-K-Formen sind für eine normale Blutgerinnung notwendig, während Vitamin K2 (Achtung, nicht K1!) zudem für den Aufbau und Erhalt starker Knochen und elastischer Arterien unerlässlich ist. Vitamin K trägt zur Regulierung des Östrogenspiegels bei und sorgt für eine schwächere Menstruation. (Sein Name leitet sich von „Koagulation“ ab; seine Entdeckung steht vor allem im Zusammenhang mit der Blutgerinnung; es kommt im gesamten Körper vor, einschließlich Leber, Gehirn, Herz, Bauchspeicheldrüse und Knochen.)

Und wo finden wir K2? Hier wird es interessant. Vitamin K2 (MK-7) ist weder in Paprika noch in Brokkoli oder Äpfeln enthalten. Im Gegensatz zu Vitamin K1, das in Spinat oder Kohl vorkommt, ist K2 vor allem in fermentierten Lebensmitteln enthalten. Das ist vor allem Natto, also fermentierte Sojabohnen (von der Konsistenz schleimig und zäh, vom Geruch unappetitlich, an Ammoniak erinnernd, aber vom Nährwert her ein wahres Gold). Fermentierter Käse – je stärker er riecht, desto besser. Das ist ein evolutionäres Bedürfnis, das wir vergessen haben, als wir aufgehört haben zu fermentieren und angefangen haben, alles zu pasteurisieren.
Und wenn Ihnen der Gedanke an fermentierte Produkte Alpträume bereitet, keine Sorge: Es gibt auch Nahrungsergänzungsmittel, die MK-7 in reiner, wirksamer und natürlicher Form enthalten – nämlich VITAMIN K2 – Dr. Lucullus. Während andere Vitamine viel Aufsehen erregen, schützt dieses unauffällig das Herz, stärkt die Knochen (Vorbeugung von Osteoporose) und sorgt für gesunde Zähne (Vorbeugung von Karies und geschwächtem Zahnschmelz). Geben Sie diesem Vitamin eine Chance, das zwar im Schatten anderer Vitamine steht, dabei aber unverzichtbar, vielseitig und leistungsstark ist.