Wenn man von Vitamin D spricht, denken die meisten von uns an gesunde Knochen, ein stärkeres Immunsystem oder das Bräunen im Sommer. Für den weiblichen Körper bedeutet dieser unscheinbare Stoff jedoch viel mehr. Ärzte bestätigen heute eine überraschende Tatsache: Vitamin D verhält sich im Körper eher wie ein Hormon als wie ein gewöhnliches Vitamin.

Die Eierstöcke und die Gebärmutter der Frau verfügen über spezielle „Rezeptoren“ dafür. Wenn dem Körper das Sonnenvitamin fehlt, macht sich dies oft zuerst im weiblichen Zyklus bemerkbar.
Der stille Dirigent Ihrer Hormone
Der Menstruationszyklus funktioniert wie ein perfekt abgestimmtes Orchester, das vom Gehirn gemeinsam mit den Eierstöcken gesteuert wird. Vitamin D spielt dabei die Rolle eines wichtigen Dirigenten:
Es hilft den Eierstöcken dabei, die richtige Menge an Östrogen und Progesteron – den beiden wichtigsten weiblichen Hormonen – zu produzieren. Es gibt den Eizellen das Signal, richtig zu reifen und rechtzeitig freigesetzt zu werden (Eisprung).Es bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf jeden neuen Zyklus vor, was sich direkt auf die Stärke und den Verlauf der Blutung auswirkt.
Was alles kann Vitamin D verbessern?
1. Weniger Krämpfe und erträglichere Tage Starke Menstruationsschmerzen werden durch Substanzen verursacht, die Entzündungen und krampfartige Kontraktionen der Gebärmutter auslösen. Vitamin D wirkt wie ein natürlicher Entzündungsschutz – es hemmt die Bildung dieser reizenden Substanzen, wodurch sich die Gebärmutter nicht mehr so stark zusammenzieht und die Schmerzen im Unterbauch deutlich nachlassen.
2. Ruhigere Tage vor der Menstruation (Auf Wiedersehen, PMS) Nervosität, Weinerlichkeit, unerklärliche Wut oder Heißhunger auf Süßes vor der Menstruation stehen in engem Zusammenhang mit dem Absinken des „Gute-Laune-Hormons“ – Serotonin. Vitamin D hilft dem Gehirn, dieses Hormon zu produzieren und im Gleichgewicht zu halten, wodurch das prämenstruelle Syndrom in der Regel deutlich milder verläuft.
3. Ein verlässlicher Zyklus Wenn die Menstruation verspätet eintritt oder gelegentlich ganz ausbleibt, kann ein fehlender Eisprung die Ursache sein. Vitamin D versorgt die Eierstöcke mit der notwendigen Energie, damit die Eizelle reift und rechtzeitig freigesetzt wird.
4. Eine große Hilfe bei PCOS Frauen mit dem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) leiden häufig unter unregelmäßigen Zyklen, Akne und Gewichtszunahme. Vitamin D verbessert die Fähigkeit des Körpers, Blutzucker zu verarbeiten. Dadurch senkt es den Spiegel der männlichen Hormone, die den Zyklus blockieren, und hilft dem Körper, zu seinem natürlichen Rhythmus zurückzufinden.

Wie man es sicher auffüllt
Von Herbst bis Frühling gibt es in der Slowakei kläglich wenig Sonne, und über die Ernährung (Fisch, Eier) nehmen wir nur einen Bruchteil dessen auf, was der Körper tatsächlich benötigt.
Lassen Sie Ihren Blutspiegel überprüfen: Bitten Sie bei einer Vorsorgeuntersuchung oder beim Frauenarzt um eine Vitamin-D-Untersuchung. So erfahren Sie genau, wo Sie stehen.Wie viel Sie einnehmen sollten: Die übliche Tagesdosis für eine erwachsene Frau liegt bei 1.000 bis 2.000 IE, bei einem starken Mangel kann Ihr Arzt Ihnen jedoch auch eine höhere Dosis empfehlen.Nehmen Sie es zusammen mit Fett ein: Vitamin D ist fettlöslich, nehmen Sie Tropfen oder Kapseln daher immer zusammen mit einer vollwertigen Mahlzeit ein (zum Beispiel zum Frühstück mit Eiern, Avocado oder Butter).Die besten Partner – Vitamin K2 und Magnesium: Vitamin D wirkt am besten im Team. Zusammen mit Vitamin K2 sorgt es dafür, dass Kalzium direkt in den Knochen eingelagert wird, und Magnesium wiederum hilft dabei, Vitamin D im Körper zu aktivieren.
Die Menstruation sollte kein Leid sein, das Sie jeden Monat aus Ihrem normalen Alltag herausreißt. Die Einnahme von Vitamin D ist eine einfache, aber äußerst wirksame Maßnahme, um Ihren Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen.