Vitamin B7 ist unter verschiedenen Namen bekannt. Am bekanntesten ist es als Biotin. Es wird aber auch als Coenzym R oder Vitamin H bezeichnet. Das H leitet sich vom deutschen Wort „Haut“ ab. Denn dieses Vitamin hat einen großen Einfluss auf das größte Organ unseres Körpers – die menschliche Haut.

Biotin, also Vitamin B7, wirkt sich positiv auf Haare, Haut und Nägel aus. Doch damit ist es in Sachen Gesundheit und Schönheit noch nicht getan – dieses Vitamin ist entscheidend für die ordnungsgemäße Funktion von Enzymen, die den Stoffwechsel von Fetten, Kohlenhydraten und Aminosäuren unterstützen. Gleichzeitig hilft es bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels und trägt zur ordnungsgemäßen Funktion des Nervensystems bei. Und nicht zuletzt fördert es die Bildung von Sexualhormonen, wodurch es die Fruchtbarkeit beeinflussen kann.
B7 ist wichtig für einen gesunden Stoffwechsel und die Energiegewinnung. Auch deshalb kann es (ebenso wie die übrigen Vitamine der B-Gruppe: der B-Komplex) beim Abnehmen und bei der Gewinnung von ausreichend Energie helfen. Da es am häufigsten mit der Haut und den Haaren in Verbindung gebracht wird, sollten es Personen mit problematischer Haut, Haarausfall oder Störungen des Wachstums und des Zustands der Nägel (Brüchigkeit, Sprödigkeit) einnehmen. Es hilft bei Ekzemen und Hautproblemen. Es beugt Schuppenbildung vor und soll angeblich dem Ergrauen der Haare entgegenwirken.
Es eignet sich zur Behandlung mit Antibiotika, trägt zur Erhaltung der Gesundheit der Schleimhäute bei und unterstützt zudem die normale Funktion des Nervensystems. Ein Mangel an Vitamin B7 äußert sich vor allem durch Hautausschläge im Gesichtsbereich, Haarausfall und Kribbeln in den Gliedmaßen. Außerdem führt ein Mangel an Vitamin B7 zu Abgeschlagenheit und psychischen Problemen.
Ein schwerer Mangel kann sogar zu Nervenstörungen führen. Experimentell lässt sich ein Vitamin-B7-Mangel durch den häufigen Verzehr von rohen Eiern herbeiführen! Eiweiß enthält das Protein Avidin, das die positiven Eigenschaften von Biotin neutralisiert und einen unwirksamen Komplex bildet, der über den Verdauungstrakt aus dem Körper ausgeschieden wird.

Im Gegensatz dazu können hohe Dosen von Vitamin B7 (mehr als 30 mg täglich) die Ergebnisse von Bluttests zur Schilddrüsenfunktion verfälschen und sogar eine Basedow-Krankheit (Schilddrüsenerkrankung) vortäuschen. Achten Sie daher auf die richtige Dosierung. Die empfohlene Tagesdosis beträgt lediglich 0,2 mg.
Biotin B7 ist ein essenzieller Nährstoff, der üblicherweise in Lebensmitteln enthalten ist; ein schwerwiegender Mangel kann beispielsweise durch langanhaltendes Fasten hervorgerufen werden. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sogar unsere Darmbakterien Biotin selbst bilden können. Aufgrund der geringen Menge, die wir täglich zu uns nehmen, ist es medizinisch relativ schwierig, einen Mangel korrekt zu diagnostizieren (dies geschieht durch die Messung der Ausscheidung im Urin).
Biotin ist in geringen Mengen in vielen Lebensmitteln enthalten, seine Verfügbarkeit hängt jedoch stark von deren Verarbeitung ab. Wenn Sie Wert auf eine natürliche Zufuhr legen, finden sich höhere Mengen in Cashewnüssen, Hefe, Hühner- und Rinderleber sowie Erdnüssen... Wenn Sie einen Mangel vermuten, besteht glücklicherweise die Möglichkeit, es als Nahrungsergänzungsmittel bei seriösen Händlern zu bestellen, die sich speziell mit Nahrungsergänzungsmitteln befassen und darauf spezialisiert sind.