Das Trinken von Abkochungen aus verschiedenen Kräutern und Früchten ist seit der Entdeckung des Feuers ein fester Bestandteil des menschlichen Lebens. Oft war dies die einzige Möglichkeit, aus Pflanzen für den Körper wohltuende Extrakte zu gewinnen, insbesondere in Zeiten langer Winter. Nach und nach lernte der Mensch, welche Pflanze in welcher Situation oder bei welcher Krankheit hilfreich ist, und diejenigen, die diese Kunst beherrschten, galten als die angesehensten Mitglieder der Gemeinschaft. Es ist interessant, dass sie im Mittelalter oft als Scharlatane bezeichnet wurden, weil ihre Empfehlungen nicht mit den „neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen“ übereinstimmten. Das ist übrigens bis heute so. Zur Verteidigung der medizinischen Wissenschaft muss angemerkt werden, dass es sowohl damals als auch heute eine riesige Gruppe von Menschen gibt, die die geradezu wundersamen Wirkungen von Heilkräutern auf den Organismus „wissenschaftlich“ erklären und „begründen“ können. Es ist jedoch ebenso wahr, dass die heutige Wissenschaft bei weitem nicht weiß oder empirisch erklären kann, warum die Behandlung mit Kräuterextrakten tatsächlich wirkt. Und das, obwohl wir heute Pflanzen oder deren Bestandteile bis auf die atomare Ebene untersuchen können. Einfach gesagt: Der menschliche Körper